Oh Gott, schon wieder Weihnachten…

Weihnachten steht vor der Tür! Natürlich müsst Ihr deshalb nicht erschrecken, wenn Ihr morgens die Tür öffnet. Oder etwa doch..? Da scheint sich alljährlich immer wieder das Gleiche zu wiederholen. Es lautet ja auch nicht umsonst: „Alle Jahre wieder…“

Vielleicht ergeht es Euch da manchmal genau so wie mir. Ich nehme mir jedes Jahr vor, alles ruhig angehen zu lassen und schwupps, ehe ich mich versehe, bin ich wieder mittendrin im Weihnachtsstress.  Die Vorweihnachtsstimmung hat mich gepackt und treibt mich an, dieses und jenes noch schnell zu erledigen, weil es ja stramm auf das Fest der Freude zugeht. Nun ja – Freude… Oft erlebe ich sie garnicht, in all der Hektik der Einkäufe und Erledigungen.

Ich habe mir deshalb für dieses Jahr eine Strategie zugelegt. Immer wenn ich merke, dass ich glaube mich unbedingt beeilen zu müssen, lege ich eine Verschnaufpause ein. Das soll eine gut funktionierende Technik zur Stressbewältigung sein, habe ich gehört. Ich muss die Pause ja nicht unbedingt lange ausdehnen, kann sie also variieren wie ich will.  Wer es auch mit ausprobieren möchte, kann das ja getrost tun, zumal das auch ein kurzweiliger Anlass sein kann, einen Kaffee oder heißen Tee zu trinken.

Im letzten Blog habe ich meinen „Vitalstart am Morgen“ vorgestellt. Dazu kann ich ergänzend bemerken, dass ich mich nach den Übungen nicht nur vitaler fühle, sondern auch gelassener. Wenn ich mit dieser inneren Gelassenheit das Haus verlasse, bin ich auch achtsamer, was die Dinge um mich herum anbetrifft. So fällt es mir dann auch leichter mich zu erinnern, wenn Stress und Hektik mich packen wollen.

Wenn es Euch interessiert, wie es mit den morgendlichen Vitalübungen weitergeht, könnt Ihr hier nachfolgend ein paar Bilder betrachten. Probiert es einfach aus,  wie ich es beschrieben habe. Vielleicht hilft es ja auch dem einen oder anderen, mehr zur inneren Ruhe zu kommen…

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Jetzt geht es weiter – die eine Hand reibt kreisförmig die Brust, die andere den Bauch.

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Dann ziehen wir die Handflächen von unten nach oben und lassen sie zur Seite gleiten – jeweils über den Unterbauch, den Oberbauch und über die Brust.

Die Übungen sollten etwa 4 bis 6 mal wiederholt werden.

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Weiter gehts jetzt im Stehen. Die folgenden Übungen werden jeweils rechts und links im Wechsel durchgeführt. Erst 4 bis 6 mal die eine, dann die andere Seite.

VS-19Dazu legen wir die Handfläche auf die Arminnenseite und streichen bis zur Hand.

Nachdem wir die Hand gedreht haben, streichen wir an der Armaußenseite bis zur Schulter.

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Dort streichen wir wieder, nachdem wir die Hand drehen, auf der Arminnenseite  nach unten zum Handgelenk.

So, genug gestreichelt. Jetzt ist Klopfen angesagt, aber bitte sanft, nicht prügeln! Die Faust sollte leicht geöffnet sein, so als würde ein Wattebausch in ihr gehalten. Vitst-26Dadurch federt sie nachgebend beim Auftreffen auf den Körper.

Nachdem der Arm in der gezeigten Haltung, mit nach außen gedrehter Hand, etwa 30 Grad vom Körper abgespreizt ist, klopft die Faust auf die Kuhle zwischen Brust und Schulter.

Dort befindet sich Der Lungenpunkt 1 des Lungenmeridians (Körper-Energiebahn). Das Gleiche wiederholen wir auf der anderen Körperseite. Eventuelles Räuspern oder Husten zulassen – wir klopfen die Lunge frei.

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Danach wird die Brust getrommelt. Hinter dem Brustbein sitzt die Thymusdrüse, die aktiviert werden soll.

V-St-29Weiter geht es mit dem Trommeln über die Rippen nach außen, zum Rippenbogen und dann wieder nach außen zum Unter- bauch.

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Von dort geht es trommelnd in die Leistenbeuge und etwas zur Seite zum Oberschenkelansatz.

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Von hier aus trommeln wir über die Hüfte nach hinten zum Gesäß und von dort aus in gbückter Haltung zum Kreuzbein und aufwärts zur Wirbelsäule, so weit, wie es geht.

Jeglichen sportlichen Ehrgeiz vermeiden. Nur was geht, geht und ist damit für den Organismus optimal.

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Wir kommen mit denFäusten zu den Oberschenkeln und trommeln außen an der imaginären Hosennaht abwärts.

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An den Fußknöcheln angekommen, trommeln wir über die Innenschenkel wieder nach oben.

Auch diesen „Trommelwirbel“ nach dem vorgedachten Übungsschema, 4 bis 6 mal wiederholen.

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Nachdem die Hände über die Innenseite der Schenkel an der Leistengegend angekommen sind, werden sie verschränkt und nach vorne gestreckt. Dabei wird tief in den Bauch eingeatmet und die Luft angehalten. Mit angehaltener Luft werden die Arme mit verschränkten Händen weiter nach oben über den Kopf gestreckt. Dort lassen wir sie dann entspannt fallen, während wir ausatmen.

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Beim Fallenlassen der Arme aufge-richtet bleiben, damit die Energiespannung, welche durch das Hochziehen der Arme mit angehaltener Luft erzeugt wurde, in der Wirbelsäule bleibt.

Vielleicht könnt Ihr nach der Übung ebenso freudig lächeln, wie ich es auf dem Foto versuche. Auf jeden Fall wünsche ich Euch noch ganz viel weihnachtliche Vorfreude, ob mit oder ohne Vital Do-In . . .

K. T. Burg

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