Sensibilität

Ich warte an der Bushaltestelle und schaue auf mein Handy. Hier und da ein kurzer Wisch und schon kann ich mich virtuell mit allem möglichen verbinden…
Es ist schon interessant denke ich, welche Möglichkeiten uns die Technik mittlerweile beschert. Wirklich clever diese Smartphones. Ich nenne meines liebevoll Streichelglas. Es scheint mir ein bisschen so, als wäre hier ein vermenschlichter Ausdruck ins technische Geschehen gekommen.Haltestelle
Manchmal nervt mich allerdings auch mein kleiner treuer Wegbegleiter und zwar immer dann, wenn ich meiner Meinung nach besonders feinfühlig in meiner Kontaktliste scrolle. Entweder sausen meine Kontakte viel zu schnell vorbei oder es wird unerwartet eine Verbindung hergestellt, obwohl ich das gar nicht wollte.
Na ja, so moderne Technik hat halt ihre Tücken, tröste ich mich oder liegt es vielleicht an meiner mangelnden Sensibilität? Manchmal tippe ich bewusst und gezielt auf das Display und es passiert nichts, so dass ich den Vorgang öfter und auch heftiger tippend wiederholen muss. Komisch da war ich dann anfangs wieder zu sanft – hm… „Wie im wirklichen Leben“, denke ich mir und muss wegen der skurrilen Betrachtung lächeln.
Sicher kennt Ihr ja ähnliche Situationen und habt Euren treuen Wegbegleiter deshalb auch schon öfter „gelobt“. Ich jedenfalls habe beschlossen, mich mehr mit meiner Ungeduld und zeitweilig etwas mangelhaften Sensibilität zu beschäftigen. Ich erinnere mich gehört zu haben, dass nichts ohne Grund geschieht. Es liegt also allem eine Ursache zugrunde, also auch meinen sogenannten Handy-verfehlungen. Ich habe erfahren,dass es relativ einfache und sinnvolle Methoden geben soll, sich in Geduld und Sensibilität zu üben.
Meditation oder auch sanfte, bewusst ausgeführte Bewegungen und angemessene Atmung, soll da sehr hilfreich sein. Ich glaube, dass mir so ein paar Bewegungsübungen schon deshalb gut tun könnten, weil ich wieder etwas geschmeidiger durchs Leben gehen will. Wenn ich mich mit meinen Bewegungsmustern früherer Jahre vergleiche, fühle ich mich derzeit gerade so geschmeidig wie ein Amboss. Das darf sich ändern und zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens ist es sicher auch dienlich, bewegungsfreudiger und lockerer zu sein. Es klingt für mich ziemlich stimmig, dass sich körperliche Flexibilität auch auf die geistige Aktivität auswirkt. Ich werde also Ruhe und Bewegung üben und dabei darauf achten, ob ich dadurch auch etwas feinfühliger und gelassener werde…

Bis demnächst…

Kurt T. Burg

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